Krebs durch Fluoride

Von Peter Meiers, Saarbrücken – raum&zeit Ausgabe 32/1988

Die weite Verbreitung von Fluoriden in der Natur mag für diverse Erkrankungen des Menschen schon immer eine gewisse Rolle gespielt haben. Aufmerksam auf ihre pathologische Bedeutung wurde man erst mit der Entdeckung, daß mancherorts endemisch auftretende Zahn- und Knochenveränderungen – deutlich sichtbare Zeichen der Intoxikation – auf einen höheren Fluoridgehalt von Wasserquellen zurückzuführen sind („Fluorose“). Bis dahin waren Fluoride vor allem als Ratten- und Insektengifte populär, die infolge von Verwechslungen, Suiziden oder Mordanschlägen öfter auch unter Menschen Todesfälle verursachten. Die offensichtliche biologische Aktivität auch geringer Fluoridmengen veranlaßte zu intensiveren Untersuchungen über das „Fluor in der Natur als krankmachendes Agens“. Im Rahmen solcher Untersuchungen in einem Fluoroseherd in Italien, mit 1 bis 2 ppm (= mg/l) Fluorid im Wasser, schien auch Krebs häufiger zu sein als normal. Die bis heute vorliegenden experimentellen und epidemiologischen Befunde haben den Verdacht auf einen Zusammenhang zwischen Fluorid-Exposition und der Häufigkeit von Krebserkrankungen bestärkt.

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