Optische Drehung und Krebs

Von Dr. med. Dr. sc. nat. Paul G. Seeger, Falkensee, DDR – raum&zeit Ausgabe 36/1988

Die optische Drehung der Polarisationsebene, die optische Aktivität, ist die Eigenschaft bestimmter Substanzen, die Polarisationsebene von linear polarisiertem Licht beim Durchgang durch diese Substanzen zu drehen. Die Ursache des Drehungsvermögens liegt bei festen Stoffen (Kristallen) in einer schraubenförmigen Kristallstruktur, bei Flüssigkeiten und Lösungen in einer Schraubenstruktur der Moleküle selbst begründet. Die schraubenförmige Kristallstruktur wurde in der REUSCHschen Glimmerkombination durch eine wendeltreppenartige Anordnung von Glimmerplättchen makroskopisch nachgebildet und damit eine Rotationspolarität erzeugt. Das Drehungsvermögen aller optisch aktiven Verbindungen hängt stark von der Wellenlänge ab und hat im allgemeinen Bereich der Absorptionsbanden der Verbindung einen charakteristischen anormalen Verlauf. Die optischen Eigenschaften der Atome und Moleküle sind im wesentlichen durch die Art der Bindung der Valenzelektronen bedingt.

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